Schützt Kinder vor sexueller Gewalt
Aktualisiert (Dienstag, den 30. November 1999 um 01:00 Uhr) Geschrieben von: Administrator Donnerstag, den 16. Juli 2009 um 20:39 Uhr
Eine der schlimmsten Formen der Gewalt gegen Kinder ist sexueller Missbrauch. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik werden jährlich etwa 20.000 Kinder Opfer sexueller Gewalt. Wir alle aber wissen, dass dies nur die Spitze des Eisbergs ist.
Was ist sexuelle Gewalt?
Sexuelle Gewalt lässt sich von zärtlichem Körperkontakt zwischen Kindern und Erwachsenen klar unterscheiden. Sexualität ist für die - überwiegend männlichen - Täter ein Mittel, mit dem sie Gewalt ausüben und Macht demonstrieren. Dabei nutzen sie - eher Bekannte des Kindes als gänzlich Unbekannte - bestehende Vertrauens- und Abhängigkeitsverhältnisse aus. Sie gehen dabei planvoll, gut vorbereitet und bewusst vor. Sexuelle Gewalt fängt mit kleinen Grenzüberschreitungen an. Nach und nach werden die Kinder in ein Netz von Schuldgefühlen und Abhängigkeiten verstrickt.
Wo findet Sexuelle Gewalt Statt?
Es gibt kaum eine Institution im kindlichen Umfeld, in der es nicht auch ein betroffenes Kind gibt. Sexuelle Übergriffe kann es überall geben: in der Familie und in der Jugendclique, in Begegnungsstätten, Sportvereinen, im Kindergarten oder in der Schule. Jedoch sollte man nicht aus grundsätzlichem Misstrauen heraus den Lebensraum eines Kindes einengen.
Wer macht so etwas?
Man sieht es keinem Menschen an, ob er Kinder missbraucht. Sexuelle Gewalt gibt es in jeder sozialen Schicht, unabhängig von kultureller Herkunft, von Hautfarbe oder Bildungsstand. Meist stammen die Täterinnen und Täter aus dem sozialen Nahbereich der Familie und der Kinder und genießen daher bei Kindern und Eltern einen Vertrauensvorschuss. Sie suchen gezielt die Nähe zu Kindern und versuchen, auf vielfältigen Wegen Abhängigkeiten zu schaffen.
Fortsetzung folgt


